Alle Artikel in: Traditionen und Feiertage

Ostern in Spanien – Semana Santa

 Ostern in Katalonien – Bilder, Emotionen, Weihrauch Bilder erzeugen Emotionen. Bilder sind einprägsam. Bilder sind wirkungsmächtige Botschaften. Die mediale Bilderflut wird von Jahr zu Jahr größer und fast schon zur Sintflut. Wer Live-Bilder liebt, oder beeindruckende Selfies vor imposanter Kulisse schießen möchte, der sollte auf keinen Fall die Semana Santa in Spanien versäumen. Die Herrscher der katholischen Kirche bedienten sich bereits im 16. Jahrhundert der Bildsprache und erfanden mit den Osterprozessionen die „Predigt in Bildern“.

Calçot de Valls – Frühlingszwiebeln

Der Calçot ist eine zarte, weiße und süße Frühlingszwiebel, die gegrillt Grundlage der so genannten Calçotada ist: dies ist ein wahrer Leckerbissen, der auch die anspruchsvollsten Gaumen zufrieden stellt. Calçot werden die Sprösslinge einer Weisen Zwiebel genannt, die voll ausgebildet sind und wieder eingepflanzt wurden. Nachdem die Zwiebel gekeimt hat und gewachsen ist, wird sie ausgerissen und anschließend eine Zeit lang aufbewahrt. Später wird sie erneut eingepflanzt, jedoch so, dass sie nur halb in der Erde steckt. Je mehr die Pflanze wächst, desto höher muss man sie mit Erde umgeben, ihr also ‚Schuhe anziehen‘ (vom spanisch-katalanischen Wort für Schuhe anziehen stammt auch der Name dieses Produkts).

Pessebres Viventes – Lebende Krippen

Alle Jahre wieder um die Weihnachtszeit: In den historischen mittelalterlichen Orten treffen sich engagierte Dorfbewohner – die Enkel und Urenkel des Schusters, des Friseurs, des Töpfers oder des Zimmermanns. Sie haben das antike Werkzeug ihrer Vorfahren aus Schuppen und Abstellkammern gekramt und formieren sich in Innenhöfen, auf Gassen und Plätzen zu lebendigen Bildern. In Báscara, Castelló, Pals, Peralada und anderen Orten werden Werkstätten, Markttreiben und die Geburt Jesu lebendig. „Pessebres Viventes“ – „Lebende Krippen“ sind Tradition in Katalonien.

Es weihnachtet sehr!

Lange Nächte voll Kerzenschein mit samtigen Rotwein am Kaminfeuer – Weihnachten ist ein Fest für die Sinne und lockt jedes Jahr neu den Romantiker in uns. Wir schwelgen in stimmungsvoller Weihnachtsdeko – umhüllt von leckerem Glühwein- und Plätzchenduft. Unsere Deko-Ideen – für Sie fotografiert – kommen in diesem Jahr trendmäßig aus der Natur: Rot leuchtenden Granatäpfel, duftende Wallnüsse, Zapfen von Pinien und Zypressen, Moos oder getrockneten Beeren und Zweige mit Flechtwerk umschlungen – das alles mit Kerzen romantisch in Szene gesetzt, dazu glitzernde Kugeln in Kupfer, Apricot und Beerentönen – entsprechend dem Deko-Trend in diesem Jahr.

In der Weihnachtsbäckerei

Wer hatte sie nicht, diese kindliche Vorfreude auf Weihnachten, das Kribbeln im Bauch, wenn das Glöckchen erklang weil das Christkind da war, die Tür zum Wohnzimmer geöffnet und der Blick auf den Weihnachtsbaum und die darunter drapierten Geschenke gestattet wurde? Diese Spannung mag mit den Jahren schwinden, doch um eine gewisse Vorfreude aufkommen zu lassen, gibt es viele Möglichkeiten, sich auf Weihnachten einzustimmen.

Das Zeichen Kataloniens.

Ein Zeichen der Verbundenheit – Kataloniens Menschenkette am 11. September

Eineinhalb Monate ist es jetzt her, dass ich Deutschland verlassen habe, ein paar Tage nach meiner Ankunft hier habe ich meinen ersten Blogeintrag für das Costa Live Magazin veröffentlicht, in dem ich mich über Paella essende, Sangria trinkende  Spanier, prüde Deutsche und andere Klischees lustig gemacht habe. Prompt tauchte der mahnende Zeigefinger einen Tag später in Form einer Mail im Postfach der Redaktion auf und wies mich freundlich darauf hin, dass ich bei meiner kleinen, aber verbissenen Schlacht gegen Vorurteile eine klitzekleine Sache übersehen hätte – es ist nämlich keineswegs Spanien, auf dessen Boden ich mich befinde, sondern Katalonien und somit war meinem Eintrag jeglicher Wind aus den Segeln genommen. Natürlich war mir von vorne herein klar, dass das Land in dem ich die nächsten drei Monate verbringen würde, Katalonien heißt. Genauso war mir zur Ohren gekommen, dass ich hier möglicherweise mit meinen ohnehin brüchigen Spanisch Kenntnissen auf Granit beißen würde. Dennoch muss ich zugeben, dass ich Katalonien ganz selbstverständlich als eine Ecke Spaniens angesehen habe und ich erst jetzt nach und nach von dem Gefühl …

Der Spanier und seine Zigarre.

Sonne, Sangria, Siesta – Was macht den Spanier zum Spanier?

Paella, Sonne satt und das leichte Leben- Spanier stehen zur Mittagszeit auf, weshalb sich der ganze Tagesablauf so sehr nach hinten verschiebt, dass mit dem Abendessen meist erst angefangen wird, wenn der Rest der Welt schon im Bett liegt. Sie ernähren sich hauptsächlich von Tapas und Chorizo, trinken literweise Sangria, der normalen Menschen den Kater ihres Lebens beschert, nach jeder Anstrengung (zu der selbstverständlich auch jede Mahlzeit zählt) wird erstmal ein Stündchen Siesta gehalten.Pünktlich sind sie eigentlich nur zur Messe oder zum Stierkampf, dem jedes Wochenende laut brüllend beigewohnt wird, ohnehin ist der Lärmpegel in Spanien ungefähr dreimal so hoch wie in sämtlichen anderen Ländern dieser Welt. Des Weiteren habe ich mich darauf vorbereitet, tagtäglich braungebrannten Spaniern mit Namen Antonio oder José  zu begegnen, die mir entweder hinterher pfeifen oder gleich ihre Gitarre zücken, um mich mit einem romantischen Lied zu beeindrucken.