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Buchtenparadies – Calella de Palafrugell

Die Badesaison hat endlich begonnen – jeden Tag scheint die Sonne – auf zum Strand!
Doch welcher Strand? Bei so viel Auswahl fällt die Entscheidung meist schwer. Oft wird es dann doch die einfachste Variante: der Strand, der direkt um die Ecke liegt, den man aber schon zahlreiche Male besucht hat..

Lust auf etwas Abwechslung? Vielleicht auf einen Ort, der nicht nur einen traumhaften Strand bietet, sondern gleich mehrere? Dann ist Calella de Palafrugell dein nächstes Badeziel! Weiterlesen

Spontanurlaub — I took a flight to Ibiza

Vier Monate Costa Brava – das türkisblaue Meer vor der Tür, beeindruckende Städte und Strände direkt nebenan, täglich Sommertemperaturen, lauter traumhafte Ausblicke auf wunderschöne Landschaften und unendlich viele Möglichkeiten, etwas Unvergessliches zu erleben. Doch was könnte fehlen? Ab und an ein kurzer Ausflug zu anderen spanischen Regionen! Möglichkeiten dazu gibt es reichlich – zumal von Barcelona aus viele Orte günstig zu erreichen sind. Die perfekte Gelegenheit für ein unvergessliches Wochenende auf Ibiza! Was ich dabei alles erlebt habe, erzähle ich sofort.. Weiterlesen

Trommeln Semana Santa

Semana Santa – Religion, Toleranz und TamTam

Der Frühling schleicht sich ins Land und Ostern steht vor der Tür. Ostern ist in Katalonien ein Fest voller Licht und Dunkel – mit Musik, Farben und großen Emotionen. Ein Spektakel für die Sinne zwischen Trauer, Tradition, Grusel und Party. Ostern ist das wichtigste und älteste Fest der Christen. Die Auferstehung Jesu Christi von den Toten gilt als ein Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod. Karfreitag gedenken Katholiken und Protestanten der Kreuzigung Jesus. In Spanien finden vielerorts die nächtlichen Osterprozessionen statt.

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saragossa

Saragossa – versteckt im Inneren Spaniens

Kurztrip nach Saragossa:

Versteckt im Inneren des Landes, liegt die Hauptstadt der spanischen Region Aragonien nicht unbedingt im Fokus der typischen Sommertouristen Spaniens. Kein Meer, kein Strand, keine endlosen Pinienwälder…dafür unglaublich schöne Berg- und Seenlandschaften, kulturell und geschichtlich Interessantes und eben Städte wie Saragossa. So zog es mich für drei Tage in die Hauptstadt Aragoniens, die oft unauffällig im Hintergrund bleibt. Ganz zu Unrecht, wie ich finde!

Tag 1: Von lauschigen Cafés… 

saragossa café

Das lauschige Clandestina Café in Saragossa

Angekommen und im Hostel eingecheckt, lasse ich die Stadt erst einmal langsam auf mich einwirken. Ein kleiner Spaziergang durch Saragossa’s Straßen verstärkt meinen ersten Eindruck: die Stadt ist keine typische Touristenhochburg und wirkt neben Großstädten wie Barcelona und Madrid fast ein wenig verschlafen. Während ich nun die erste kleine Portion Saragossa aufsauge und mehr oder weniger ziellos (wer braucht schon immer ein Ziel?) durch die kleinen Gassen schlendere, finde ich durch Zufall eines der gemütlichsten Cafés der Stadt. Das Innere des Clandestina Cafés ist eine Mischung aus modern-trendiger und lauschiger-„wie-bei-sich-zuhause“-Atmosphäre.

 

 

 

 

 

 

 

…zu imposanten Kathedralen und flämischen Wandteppichen

Saragossa basilica

Die imposante Basilíca del Pilar

Nicht nur vom guten Essen, sondern auch von der freundlichen Bedienung verwöhnt, mache ich mich nun entspannt auf den Weg zum Wahrzeichen der Stadt. Über einen weitläufigen Platz erstreckt sich die imposante Basílica del Pilar und zeigt sich von der Sonne bestrahlt in all ihrer Pracht. Die wunderschöne Kathedrale ist heute die größte ihrer Art und charakterisiert als eine der wichtigsten Barockkirchen Spaniens das Stadtbild Saragossas.

 

 

 

Es wundert mich daher kein Stück, dass auch das Innere der Kirche nur so strotzt vor Prunk.

saragossa basilica

Prunk im Inneren der Barockkathedrale

saragossa basilica

Einfach beeindruckend..

 

 

 

 

 

 

 

 

saragossa kathedrale

„La Seo“ und Goya

Langsam überquere ich den Plaça del Pilar und sehe die nächste Kirche vor mir. Zugegeben, die Catedral del Salvador, oder auch liebevoll  abgekürzt „La Seo“, steht etwas im Schatten der riesigen Basílica. Trotzdem beschließe ich mir das Bauwerk, dessen Architekturstile von Romanisch, Gotisch und Mudéjar bis hin zu Renaissance und Barock reichen, näher anzusehen.

 

 

 

 

Gleich beim Betreten der Kathedrale stelle ich fest: die 4 € Eintritt haben sich definitiv gelohnt. Im Inneren erwartet mich eine ordentliche Portion Glanz (und Gloria).

saragossa kathedrale

Prunkvoller geht’s fast nicht mehr..

saragossa kathedrale

Unglaublicher Glanz im Inneren der Kathedrale

 

 

 

 

 

 

 

 

 

saragossa wandteppich

Die uralten, flämischen Wandteppiche

Außerdem im Preis mit inbegriffen: der anschließende Besuch des Wandteppich-Museums, das eine der bedeutendsten Gobelinsammlungen beherbergt. Die 63 flämischen Wandteppiche stammen zum Teil aus dem Mittelalter und sind im gotischen bzw. barocken oder Renaissance Stil.

 

Tag 2: Saragossa’a Prunkpalast…

saragossa palast

Die wuchtigen Außenmauern

An meinem zweiten Vormittag in der Hauptstadt Aragoniens steht der pompöse Stadtpalast „Aljafería“ am Plan. Obwohl der Stadtpalast ab 1931 unter Denkmalschutz stand, zeigte er sich 1947 noch wie eine „beklagenswerte, lumpenbedeckte Vogelscheuche“, wie es der Architekt Francisco Íniguez Almech wenig charmant ausdrückte. In den folgenden Jahren konnte der Palast jedoch durch mühsame Rettungsarbeiten gewahrt und ordentlich herausgeputzt werden. Der „Aljafería“ wirkt im ersten Moment fast ein wenig unfreundlich: die dicken Mauern, die kleinen Fenster und der tiefe Graben sind nicht unbedingt einladend.

saragossa

Der unglaublich schöne Mudéjar-Stil

Doch vom ersten Moment an begeistert mich das alte Gebäude immens. Selten hat mich ein Bauwerk so sehr in seinen Bann gezogen wie der wunderschöne Stadtpalast… Zum ersten Mal erlebe ich hier den berühmten Mudéjar-Stil.

Wer hätte gedacht, dass sich hinter den wuchtigen Außenmauern, eine dermaßen feine ornamentale Eleganz verbirgt? Verzaubert von der Schönheit des islamischen Palasts verbringe ich hier begeistert einige Stunden…

saragossa aljeferia

 

 

 

 

 

 

 

…und Wasser, Wasser, Wasser

saragossa

Kunst in Saragossas Straßen

Am Nachmittag steht dann (eigentlich ungeplant, aber im Endeffekt sehr passend) alles unter dem Motto „Wasser“. Das etwas graue Wetter trübt meine Laune nicht und ich mache mich entspannt auf den Weg. Vorbei an der Basílica spaziere ich ein Stück entlang des Ebro, des Flusses, der sich durch die Stadt zieht und überquere das Gewässer über die futuristisch aussehende Puento del Tercer Milenio. Mein erstes Ziel: das Expo 2008-Gelände. Vor mittlerweile fast 10 Jahren war Saragossa nämlich Schauplatz der Weltausstellung, die unter dem Motto „Wasser und nachhaltige Entwicklung“ stand. Neben einem Brückenpavillon über dem Ebro sowie einem 76 Meter hohen Wasserturm, findet man hier Europas größtes Flussaquarium. Die nächsten paar Stunden verbringe ich abgeschieden von der Außenwelt im Unterwasserparadies.

Tag 3: Markt-Schlemmerei, Vintage-Sucherei und Goya

Saragossa museum

Museumssonntag

Den dritten, und letzten, Vormittag meines Kurztrips verbringe ich zwischen frischen Leckereien am Mercado Central und alten Vintage-Schätzen in den diversen Secondhand-Läden der Stadt. Und weil eine kleine Portion Kultur nicht fehlen darf, mache ich einen kleinen Abstecher in Saragossa’s berühmtes Goya-Museum. Zugegeben, dem berühmten spanischen Künstler ist zwar nur ein Raum gewidmet, der Rest der Kunstwerke aus den verschiedensten Epochen begeistert aber auch.

 

 

 

saragossa museum

Auch die moderne Kunst im Goya Museum begeistert!

Und, was wäre ein Sonntag ohne Kaffee und Kuchen? Glücklicherweise findet man in Saragossa unglaublich viele heimelige, gemütliche Cafés… Mit einem wärmenden Cappuccino und einer zuckersüßen Schokoladentorte lasse ich den letzten Tag in Aragoniens wunderschöner Hauptstadt passend ausklingen.

Noch ein paar Saragossa-Impressionen…

barcelona

Barcelona…mal anders!

Wer Barcelona hört, dem schießen sofort einige Bilder in den Kopf: die berühmte Sagrada Familia, die Rambla, der Plaça Catalunya… doch Barcelona geht auch anders. Mit dieser Einstellung wollte ich die katalanische Studentenstadt mal abseits des Touristengetümmels und der bekanntesten Sehenswürdigkeiten erkunden.

The only way is up – Barcelonas Szeneviertel

Das junge und hippe In-Viertel Gràcia liegt nördlich des Stadtzentrums abseits der Touristenpfade. Hält man sich vorher im etwas hektischeren Altstadtteil auf, bemerkt man hier sofort die veränderte Atmosphäre. Wer hier nach makelloser Architektur und blitzblank polierten Straßen Ausschau hält, ist an der falschen Adresse. Gràcia ist herrlich vielseitig, lebhaft, aber gleichzeitig entspannt und vor allem authentisch.

barcelona aussicht

Atemberaubende Aussicht über Barcelona

Beim Erkunden der Gegend fällt vor allem eines auf: das Viertel ist besonders bei Studenten und jungen Leuten beliebt. Wahrscheinlich auch einer der Gründe warum man hier die hipsten Bars und Restaurants der Stadt findet. Besonders empfehlenswert – vor allem abends – sind der lebendige Plaça de la Virreina und der nahe gelegene Plaça de la Vila de Gràcia. Ganz nach dem Motte „good food, good mood“ lassen wir den Abend – katalanisch – mit Patatas Bravas und Cerveza ausklingen.

 

Wer außerdem keine Lust auf langweilige 08/15 Hotels hat, der ist im Mare de Déu de Montserrat bestens aufgehoben. Das 100 Jahre alte beeindruckende Gebäude gleicht keinem Standardhostel – das steht fest.

barcelona hostel

Das imposante Mare de Déu de Montserrat

 

 

 

 

 

 

 

 

Im maurischen Stil gehalten und auf einem Hügel gelegen ist es definitiv die majestätischste Jugendherberge in der ich jemals war. Zugegeben, um das Hostel (zu Fuß) zu erreichen, braucht man ein wenig Durchhaltevermögen und Kondition – die Aussicht über Barcelona lässt mich den Anstieg aber sofort wieder vergessen! Noch ein Pluspunkt: das Mare de Déu de Montserrat liegt ganz in der Nähe vom Park Güell. Ein wahrer Geheimtipp!

barcelona hostel

Die bunten Glasfenster im Hostel…einfach magisch!

Abseits Barcelonas Rambla im Vintage-Himmel

barcelona vintage

Vintage-Himmel in Barcelona!

Schon klar, die berühmte Rambla (und eigentlich Barcelona allgemein) ist ein wahres Shoppingparadies. Die berühmten Modeketten findet man an jeder Ecke. Aber ist doch auf Dauer langweilig, oder? Viel mehr Persönlichkeit und Geschichte steckt in Vintage- und Secondhand- Läden – und die gibt es in Barcelona, ganz zu meiner Freude, en masse! Einmal ein Stück durch die Menschenmassen der Rambla durchgekämpft, zweige ich erleichtert in eine der weniger überlaufenen Seitengassen ein: in die Carrer dels Tallers.

 

barcelona vintage shop

Zeitreise im Secondhand-Shop

Wer hätte gedacht, dass nur ein paar Minuten abseits der Rambla eine ganz andere (Shopping-) Welt lauert? Voller Euphorie durchkämme ich in den nächsten paar Stunden jeden Zentimeter des Vintage-Himmels. Von schicken 50er Jahre Kleidern bis hin zu alten Jeansjacken und Hemden in den verrücktesten Mustern und Farben (70er olé!) – es gibt nichts, was man hier nicht finden kann. Die Carrer dels Tallers? Mein persönliches Paradies.

 

 

 

Ein Markterlebnis der anderen Art

barcelona markt

Einfach zum anbeißen!

Direkt an der Rambla liegt außerdem die berühmte Markthalle „La Boqueria“. Was im ersten Moment wie ein wahrgewordener Traum aus frisch gepressten Säften und spanischen Delikatessen jeder Art wirkt, riecht bei näherem Hinsehen ein wenig nach überteuerten Touristenpreisen. Wer auf der Suche nach einem weniger überlaufenen und definitiv authentischeren Markterlebnis ist, der spaziert am Besten durch das schöne Stadtviertel El Born zum Mercat Santa Caterina. Ein kleiner Tipp: nur 5 Gehminuten entfernt liegt der wunderschöne Palau de la Música Catalana im berühmten katalanischen Modernisme-Stil.

 

barcelona markt

Frisch, gekühlt, bereit zum genießen!

Entdeckungsreise fernab der Rambla

barcelona hospital

Das beeindruckende Hospital de la Santa Creu i Sant Pau

barcelona jugendstil

Der typische katalanische Jugendstil

Zweifellos Gaudís großes Meisterwerk muss man einmal im Leben gesehen haben. Doch auch abseits der Sagrada Familia gibt es einiges zu entdecken. Beispielsweise das beeindruckende Hospital de la Santa Creu i Sant Pau. Errichtet wurde der riesige Gebäudekomplex Anfang des 20. Jahrhunderts im – für die Stadt so bekannten – katalanischen Jugendstil. Das alte Krankenhaus wurde zwar schon lange von einem Neubau abgelöst – das historische Hospital hat für Besucher aber immer noch seine Türen geöffnet. Ein Teil der alten Gebäude wird heutzutage übrigens von der Medizin Uni Barcelonas genützt – da kann man schon neidisch werden!

Ein Picknick im Park

barcelona park

Der wunderschöne Parc de la Ciutadella

In Barcelona gibt es zwar unzählige gute und auch günstige Restaurants, doch wenn der Hunger dann ruft und man schnell etwas finden will, sind die meistens wie durch Zauberhand vom Erdboden verschluckt. Warum also nicht mit ein paar Empanadas und anderen spanischen Köstlichkeiten im Gepäck den nächsten Park – z.B. den Parc de la Ciutadella – aufsuchen und ganz entspannt picknicken?

Sonntag in Barcelona: vom Labyrinth…

Wer, so wie ich, das Buch „Das Parfum“ regelrecht verschlungen und die anschließende Verfilmung gebannt mitverfolgt hat, der muss unbedingt in den Parc del Laberint d’Horta. Denn die älteste erhaltene Parkanlage Barcelonas ist einer der schönsten Drehorte des ganzen Films.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Herzstück? Der geheimnisvolle Irrgarten…

 

 

 

 

 

 

 

 

…zum Strand

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Ein entspannter Nachmittag am Strand

 

Und weil Sonntag ist – bekanntlich der Tag der Ruhe – gönne ich mir einen entspannten Nachmittag am Strand von Barcelona. Und während ich die Zehen im Sand vergrabe und die kreisenden Möwen beobachte, mache ich mir gedanklich schon einen Plan für’s nächste Mal in der katalanischen Hauptstadt…

 

 

 

 

barcelona strand

Ein gelungener Abschluss im schönen Barcelona

Wandern im Paradies: Cadaqués – Cap de Creus

Wandern in Katalonien: Vom Wohnhaus des exzentrischsten Künstlers Spaniens hoch hinaus zum östlichsten Teil der iberischen Halbinsel. 

Strecke: 14,6 km

Dauer: ca. 4 h

Schwierigkeitsgrad: mittel

Startpunkt: Cadaqués

wandern cadaques

Cadaqués: Die Perle der Costa Brava

Unsere vielversprechende Wanderroute beginnt im berühmtesten Fischerdorf der Region: nämlich in Cadaqués. Das kleine Dörfchen wird gerne als „die Perle der Costa Brava“ bezeichnet und wer schon einmal hier war, versteht auch warum. Die schneeweißen, herausgeputzten Häuser in Verbindung mit dem Blau des Mittelmeers wirken fast blendend schön. Nur kurz lassen wir „die Perle“ auf uns einwirken, wir wollen ja nicht zu viel Zeit verlieren!

Abstecher zur Casa Dalí

wandern dalí

Dalís Kunst

Über einen steilen Hügel machen wir einen kleinen Abstecher zum Cala de Portlligat. In der malerischen Bucht, direkt am Wasser, liegt hier nämlich das berühmte Wohnhaus Dalís. Hier lebte und wirkte der Surrealist ab 1948, natürlich mit seiner geliebten Frau Gala. Auch wenn es schwer fällt, bestaunen wir das Casa-Museu Salvador Dalí heute nur von außen – wir haben ja noch einige Kilometer und Höhenmeter vor uns!

Wandern durch die katalanische Natur

wandern oliven

Oliven…typisch katalanisch!

Vom Strand aus beginnt der Anstieg und die Route führt erst mal unter unzähligen Olivenbäumen hindurch. So langsam verstehe ich, wieso der Olivenöltourismus in Katalonien boomt.. Nur kurz spenden uns die Bäume Schatten, danach geht es unter strahlend blauem Himmel zwischen Pinien, Kakteen und anderer typisch mediterraner Vegetation weiter.

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Im Schatten der Olivenbäume geht es sich gut!

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Unser wunderschöner Wanderweg!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wandern weg

Der Weg windet sich durch die katalanische Natur

Während wir unserem Wanderweg folgen, bekommen wir die doch noch recht starke Oktobersonne zu spüren! Mit dem Mittelmeer zu unserer Rechten sammeln wir immer mehr Höhenmeter und schlängeln uns an der Felsküste entlang. Mal auf, mal ab windet sich der Weg durch die katalanische Natur und liefert uns pausenlos Traumausblicke und massenhaft Fotomotive.

wandern cap de creus

Fast am Ziel!

Schon bald erhasche ich in der Ferne einen ersten Blick auf unser Ziel! Strahlend weiß blitzt der Leuchtturm am höchsten Punkt des Naturparks Cap de Creus und gibt uns einen letzten Motivationsschub. Mit dem Ziel vor Augen und der Vorfreude auf ein wohl verdientes Cerveza im Hinterkopf gehen sich die letzten paar Kilometer fast wie von selbst.

Kurze Abkühlungspause nach dem Wandern

wandern bucht

Absolute Traumkulisse!

Die Sonne scheint mittlerweile noch stärker und das kühle Meer wirkt immer verlockender. Was für ein Zufall, dass kurz vor dem letzten Anstieg die schönste Bucht der ganzen Strecke liegt! Glasklares, türkisblaues Wasser umgeben von schroffen Felsen und dazu noch der malerische Leuchtturm im Hintergrund..

wandern möwen

Die Möwen sind hier ganz schön frech!

Aufgeheizt von den vorigen 7 Kilometern, nützen wir natürlich die Gelegenheit und kühlen uns in der Traumkulisse ab. Definitiv ein Genuss, in den man nicht jeden Tag kommt! Entspannt lassen wir uns von der Sonne trocknen und machen uns dann an die letzten paar Höhenmeter.

Endstation: Leuchtturm

wandern leuchtturm

Der berühmte Leuchtturm am Cap de Creus

Oben angekommen werden wir mit einer unvergleichbar schönen Panoramaaussicht belohnt. Umgeben von rauen Felsklippen und dem tiefblauen Mittelmeer ragt der weiße Leuchtturm in den Himmel.

wandern cap de creus

Karge Felsen und das unendliche Mittelmeer…

Gleich nebenan, das nette Restaurant und unser langersehntes, eisgekühltes Cerveza. Mit der Sonne im Gesicht genießen wir die wohlverdiente Pause und machen uns erfrischt und erholt auf den Rückweg.

cap de creus wandern restaurant

Der unglaubliche Ausblick am Cap de Creus

Vorher muss ich aber noch einmal Halt machen und die Wahnsinnsaussicht genießen!

wandern cap de creus

Die Aussicht ist einfach nur fesselnd…

Wieder in Cadaqués angekommen begrüßt uns der zartrosa Himmel über dem Meer und ein Tag voller „Ah’s!“ und „Oh’s!“ neigt sich langsam dem Ende zu.

cadaqués dalí

Dalí in lässiger Pose

Butterfly Park Empuriabrava

Der perfekte Ausflug für die kühle Jahreszeit!

Dschungel - Butterfly Park - Empuriabrava - Costa Brava

Willkommen im Dschungel..

Manchmal – aber eigentlich nur ganz selten –  kommt es auch an der Costa Brava mal vor, dass das Wetter nicht mitspielt. Anstelle eines sonnigen Strandtages, verbringt man dann wohl den Tag vorm Fernseher auf der Couch..

Obwohl, muss man das wirklich? Gibt es nicht doch ein paar interessante Sehenswürdigkeiten, die perfekt für einen kühlen Wintertag geeignet sind? – Natürlich! Zahlreiche Museen und Parks machen auch dunkle Tage zu etwas ganz Besonderem. So auch der Butterfly Park in der Nähe von Empuriabrava! Weiterlesen

vic kleinstadt

Vic – Kleinstadt mit Charme

Kleinstadt-Charme in Katalonien: Breite Sandstrände und türkisfarbenes Meer, kleine Buchten umgeben von steilen Felswänden, malerische Segelboote und Pinien über Pinien… Für die meisten der Inbegriff Kataloniens. Leicht wird vergessen, dass auch das Landesinnere der spanischen Region seine Schätze birgt. Einer davon: die charmante Kleinstadt Vic.

Kleinstadt abseits der Großstadthektik

vic kleinstadt

Selbst die Tauben sind hier entspannt!

Etwa 70 km nördlich Barcelonas liegt die 40.000-Einwohner Stadt umgeben von der schönen Natur der Comarca Osana. Schon beim Reinspazieren könnte Vic nicht malerischer wirken. Außerhalb der Stadtmauern, umgeben von Bäumen, befindet sich die steinalte Steinbrücke (ja, das war Absicht) Pont de Queralt.

Sur le pont…

Die malerische Pont de Queralt

 

Wenn etwas aus dem 11. Jahrhundert stammt und so gut erhalten ist, dann muss es auch beeindruckend sein. Bis zum Jahre 1274 war der einzige Weg von Barcelona in die Stadt über die romanische Bogenbrücke – danach ließ der damalige König die alte Straße umleiten und die Neue führte durch das Malloles-Tor. Benannt nach einer Familie von Grafen, die im Inneren der Stadt lebte, zierte das romanische Schmuckstück außerdem ab 1954 die 5-Peseta-Münzen Spaniens.

 

Kleinstadt-Bummel

vic kirche

Die barocke Església dels Dolores

vic kirche kleinstadt

Versteckte Kirche in Vic

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter begeben wir uns nun in Richtung Stadtzentrum, vorbei an der barocken Església dels Dolors, und gelangen so zur wunderschönen Kathedrale von Vic.

vic kathedrale kleinstadt

Die wunderschöne Kathedrale von Vic

Zusammen mit der Pont de Queralt bildet der Glockenturm der Catedral de Sant Pere das wichtigste Wahrzeichen der Stadt – nicht ohne Grund, denn der romanische Torre ist tatsächlich der höchste seiner Art in ganz Katalonien.

Der romanische Glockenturm…

vic kleinstadt turm

…der höchste seiner Art in Katalonien!

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben dem Glockenturm stammen auch noch die Krypta und die Überreste der Kirche Santa Maria aus der Romanik, der Rest ist eine Mischung aus Gotik und Neoklassik.

Kleinstadt voller Geschichte

 

Gleich gegenüber des Kirchplatzes befindet sich das berühmte Episkopalmuseum, das 1891 eröffnet wurde. Der moderne Touch des Gebäudes täuscht aber definitiv, denn im Inneren befindet sich eine der größten und beeindruckendsten Sammlungen mittelalterlicher Kunst Europas.

vic kleinstadt museum

Der moderne Schein trügt…

vic kleinstadt

Römischer Tempel in Vic

 

Ein paar Meter weiter wartet bereits die nächste historische Attraktion auf uns: der imposante römische Tempel. Er ist das einzige Bauwerk, das noch aus der römischen Zeit – als Vic unter dem Namen Auso bekannt war – stammt. Heute finden hier noch regelmäßig Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt.

 

 

 

 

Zeitreise in der katalanischen Kleinstadt

vic kleinstadt strasse

Der typisch mediterrane Stil begeistert

 

Durch bunte Gassen im mediterranen Stil, spazieren wir weiter zum weitläufigen Plaça Major – dem Hauptplatz der Stadt. Die umliegenden Häuser stammen aus den verschiedensten Stilepochen. Besonders beeindruckend: der katalanische Jugendstil. Ein Rundgang über den Plaça Major fühlt sich ein wenig wie ein Schnelldurchlauf der verschiedenen Architekturstile an.

 

 

 

vic kleinstadt

Der berühmte katalanische Jugendstil!

Auffallend ist außerdem, dass alle umliegenden Häuser am Platz Arkadengänge haben, was es wiederum dem rauen Wetter der Region zu verdanken gilt. Die Arkaden wurden damals so hoch gebaut, dass sich ein Reiter auf seinem Pferd mühelos unterstellen konnte – ziemlich clever, oder?

vic kleinstadt arkaden

Arkaden am Hauptplatz von Vic

Das Landesinnere Kataloniens und vor allem Kleinstädte wie Vic werden – auch von mir – leicht unterschätzt. Dabei haben genau diese etwas verborgenen Orte eine Menge zu bieten: historisch Interessantes, Naturschätze vor der Haustüre und eine ordentliche Portion Kleinstadtcharme!

 

 

 

 

 

Bis(s) zur Weihnachtszeit

Was wäre die schönste Zeit des Jahres ohne jede Menge köstlicher Weihnachtsleckereien?
Schon Wochen bevor das Christkind vor der Tür steht, füllen wir unsere Einkaufswagen mit Mehl, Zucker und Eiern und packen die Ausstechförmchen aus. Mit den buntesten Plätzchenrezepten versüßen wir uns die kalte Jahreszeit und halten uns mit ein paar zusätzlichen Kilos warm.
Unsere Favoriten in diesem Jahr:  Zimtsterne, Panellets und Butterplätzchen – Hunger bekommen? Dann lasst euch von unseren Rezepten inspirieren.
Wir wünschen ein fröhliches Naschen!
PS: An die Bikinifigur denken wir erst nächstes Jahr wieder 😉 Weiterlesen

tarragona meerblick

Geschichte am Meer – Tarragona

Auf der Suche nach Geschichte…

Madrid, Barcelona, Sevilla oder Valencia… Jeder kennt sie und jeder will hin. Ohne Zweifel, die bekanntesten spanischen Metropolen haben alle ihre besonderen Reize, doch auf der Suche nach meinem nächsten Reiseziel hielt ich zur Abwechslung mal Ausschau nach kleineren Städten, nach Städten, die nicht unbedingt sofort auf dem Radar Reisender auftauchen und leichter mal übersehen werden. Nach Städten wie Tarragona.

Vom römischen Tarragona

tarragona roemische bauwerke

Tarragona – voller Geschichte

 

Etwa 100 km südlich von Barcelona, an der Costa Daurada, liegt die katalanische Kleinstadt – in bester Lage – direkt am Mittelmeer.

tarragona geschichte

Die römischen Bauwerke beeindrucken!

 

 

Tarragona besticht vor allem durch eines: seine unglaubliche Vielfalt an mittelalterlichen und vor allem römischen Bauwerken. Nicht umsonst wurde ein großer Teil Tarragonas zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. An meinem ersten Tag beschloss ich also mich auf die Spuren der Römer zu begeben. Wer – so wie ich – ein kleiner Sightseeing-Freak ist, holt sich am besten das günstige Kombiticket in dem die wichtigsten Bauwerke mit inbegriffen sind.

 

 

geschichte tarragona amphitheater

Das alte Amphitheater in einer Traumkulisse!

Am frühen Vormittag – natürlich erst nach einem köstlichen Xuixo und einer Tasse Café con leche – spaziere ich zum ersten und auch bekanntesten römischen Monument der Stadt. Das Amphitheater, das aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. stammt und außerhalb der Stadtmauern direkt am Meer liegt, war zu römischen Zeiten Schauplatz unzähliger Gladiatorenkämpfe. Heutzutage werden zwar in den Sommermonaten auch noch Kämpfe ausgetragen, aber natürlich nur zur touristischen Unterhaltung.

Eine Stadt voll römischer Geschichte

Während ich die Aussicht auf den höheren Rängen genieße, plane ich die Route zum nächsten Bauwerk. Lange muss ich nicht suchen, denn der römische Circus, in dem früher Pferde- und Wagenrennen ausgetragen wurden, und das Provinzforum mit seinen Gewölben und Pilastern befinden sich keine 5 Minuten entfernt.

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Der römische Circus von außen!

Durch verborgene, unterirdische Gänge gelangt man vom Circ Roma zum Prätorium, einem römischen Turm mit Aussichtsplattform.

tarragona circ roma

Unter der Erde findet man so manche Schätze!

tarragona circ roma

Die zahlreichen kleinen Details in den römischen Arbeiten

Während ich mich die Treppe hochkämpfe, muss ich immer wieder anhalten um mir die verschiedenen Skulpturen näher anzusehen. Schon beeindruckend wie viele kleine Details in den Arbeiten der Römer stecken…

 

 

Hoch über den Dächern der Stadt

tarragona aussicht

Die beeindruckende Aussicht über die Altstadt

Die letzten paar (Höhen-)Meter schlängelt sich eine enge Treppe zur Aussichtsplattform am Dach. Die Oktobersonne scheint mittlerweile etwas stärker und ich nutze den schönen Ort für eine kleine Verschnaufpause. Vom Dach aus überblickt man nicht nur weite Teile der historischen Stadt, auch das endlose, dunkelblaue Mittelmeer liegt in meinem Blickfeld.

Zwischen Geschichte und Natur – an der römischen Stadtmauer

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Entspannt spaziere ich entlang der römischen Mauer

Weiter geht’s – denn die nächste Attraktion liegt nur 15 Minuten entfernt. Der Weg führt durch die schönen, belebten Altstadtgassen Tarragonas bis hin zur römischen Mauer. Entspannt spaziere ich zwischen den umliegenden Bäumen und der beeindruckend hohen Muralla, die seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. die Stadt umgibt. Mit ein wenig Vorstellungskraft kann man sich hier durchaus in die Zeit der Römer zurückversetzen…

 

tarragona local forum

Die Überreste des römischen Localforums

Nach einer kurzen Pause im Schatten der Palmen, begebe ich mich nun zum letzten Monument, dem Lokalforum. Was früher als religiöses und gesellschaftliches Zentrum der Stadt fungierte, wirkt heute – eingeschlossen in Mitten der modernen Wohnhäuser – fast ein wenig bizarr. Ohne Zweifel, die Bewohner Tarragonas, die rund um die alten Überreste des Fòrum Locals leben, sind definitiv zu beneiden. Denn wer würde nicht gerne morgens mit so einer Aussicht aufwachen?

 

 

 

tarragona geschichte local forum

Das Forum Local eingeschlossen in das moderne Tarragona

Übergang zur Moderne

tarragona kathedrale

Die beeindruckende Kathedrale von Tarragona!

 

Ein neuer Tag, ein neuer Café con leche. Heute widme ich mich der etwas moderneren Seite Tarragonas. Als erstes steht die alte Kathedrale, deren Stil als Übergang zwischen Romanik und Gotik beschrieben wird, am Plan. Aber Moment Mal, habe ich nicht gerade von der modernen Seite der Stadt gesprochen? Auf jeden Fall ist die wunderschöne Catedral de Santa Maria weniger alt, als das römische Tarragona.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon von außen begeistert mich das alte Bauwerk, doch das wahre Schmuckstück liegt meiner Meinung nach im Inneren. Quasi, außen hui..innen auch hui! Der geheimnisvoll wirkende Kreuzgang mit dem wunderschön angelegten Rosengarten in der Mitte, erinnert fast ein wenig an Hogwarts.

tarragona rosengarten geschichte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und als wäre der Moment nicht schon filmreif genug, hallt auch noch mystischer Kirchengesang durch den Rundgang!

 

 

 

 

 

 

 

Ein Spaziergang durch die moderne Geschichte Tarragonas

castellers tarragona

Die berühmten katalanischen Castellers!

 

Weiter geht es für mich nun zum großen Plaça Imperial um von dort aus, im Schatten der Bäume, die ganze Rambla entlang zu spazieren. Schon bald, gelange ich zu einem der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt: zum Monumento a los Castellers. Hoch ragt die Statue mit den Castellers, also der traditionell katalanischen Menschenpyramide, über meinem Kopf.

 

An der Rambla entlang…

tarragona rambla

Das imposante Abbild Roger de Llúrias am Ende der Rambla!

Weiter geht es an verschiedenen Skulpturen und Statuen vorbei bis ich schließlich am Ende der Rambla Nova zum Monument a Roger de Llúria gelange. Dahinter erstreckt sich einer der schönsten Plätze der Stadt: der Balcó del Mediterrani. Von der schönen Palmen umsäumten Terrasse überblickt man das Meer, den Stadtstrand und das alte römische Amphitheater.

geschichte tarragona

Die wunderschöne Aussicht vom Balco Mediterrano

Ein gelungener Abschluss in der Stadt am Meer

Während ich die frische Meerluft und Sonne genieße, höre ich plötzlich in der Ferne katalanische Volksmusik und schon erspähe ich die traditionellen Giganten, die ausgelassen durch die Gassen tanzen.

tarragona giganten

Die Katalanen und ihre Giganten

Gebannt folge ich dem Umzug, der mich zurück zur Kathedrale führt. Ganz zu meiner Freude, sehe ich nun zum ersten Mal die berühmten Castellers! Was ich zuvor noch in Form einer Statue, unbewegt und aus Bronze betrachtet habe, wird nun auf dem Kirchplatz zum Leben erweckt. Auf jeden Fall ein gelungener Abschluss in einer der schönsten Städte Kataloniens!